Automotive Tech Week

Wir schaffen Erlebnisse für den Fahrzeuginnenraum, bei denen der Mensch im Mittelpunkt steht

November 17, 2021 11:48 AM

Die Automobilindustrie sucht ständig nach innovativen Wegen, um die Autos der Zukunft zu entwickeln. Elektrofahrzeuge (EVs) und selbstfahrende Fahrzeuge (AVs) revolutionieren den Automobilmarkt und werden in den nächsten zehn Jahren wichtige Bestandteile der OEM-Fahrzeugpalette sein.

 

Sowohl bei EVs als auch bei AVs werden die Fahrzeugcockpits sich aus der heute bekannten Fahrzeuginnenausstattung heraus entwickeln. Fahrer- und Beifahrersitze bei AVs erlauben es möglicherweise zukünftig, dass sich Passagiere entspannen, umdrehen und mit anderen sprechen oder arbeiten, während das Auto eigenständig fährt. Im Moment mag dies wie eine Szene aus einem Science-Fiction-Film erscheinen, aber es handelt sich um eine nicht mehr allzu ferne Zukunft.

 

Während der Automotive Tech Week 2021 von WardsAuto trafen sich Jaymi Wilson, Senior Vice President of Global Sales, Marketing und Corporate Communications von Gentherm, und Drew Winter, Senior Content Director von WardsAuto, um sich über das Cockpit der Zukunft auszutauschen. Dabei diskutierte man, wie Gentherm Technologie entwickelt und Thermophysiologie (Wissenschaft über die menschliche Reaktion auf Wärmeeinwirkungen) nutzt, um einen individuellen Fahrgastkomfort zu schaffen.

 

Drew Winter: Sie sind in der Branche als Lieferant von Sitzheizungen und beheizten Armlehnen bekannt. Verfolgen Sie die großen Trends der Elektrifizierung und Autonomie, um die traditionelle Klimatisierung mit einem menschenzentrierten Ansatz zu ändern?

 

Jaymi Wilson: „Wir bemühen uns, aktuelle Herausforderungen unserer Kunden mittels Elektrifizierung zu lösen. Daher wird die Reichweite zu einem kritischen Kompromiss. Da HVAC (Begriff wird in diesem Blog nicht erklärt, ist er den Lesern bekannt?) den zweithöchsten Energieverbrauch hat, untersuchen wir, wie unsere Technologien heute dazu beitragen können, Probleme mit der Fahrzeugreichweite zu lösen. Eine menschzentrierte Betrachtung ist der Schlüssel, um aktuelle Herausforderungen bei der Reichweite zu meistern und die Elektrifizierung so schnell einzuleiten, wie der Markt es verlangt.“

 

Drew Winter: Wie wichtig sind KI und Algorithmen bei Ihrer Arbeit zur Entwicklung des Fahrgastkomforts?

 

Jaymi Wilson: „Wenn wir über den von uns aktuell zu entwickelnden ClimateSense®-Algorithmus sprechen, ist er zwar komplex, aber einfach genug, da er auf der Thermophysiologie basiert. Bei der Entwicklung arbeiten wir nicht nur an der Fahrzeugarchitektur, sondern berücksichtigen auch, was das genaueste und wirkungsvollste Empfinden des menschlichen Körpers erlaubt. Wenn wir den menschlichen Körper verstehen, lässt sich ein möglichst individueller Komfort auf besonders intelligente und effiziente Art und Weise erreichen. In Kombination mit Sensoren können korrekte thermische Eingaben der Passagiere erfasst und maschinelles Lernen gefördert werden. Dies alles unterstützt uns, die individuellen Eigenschaften eines Menschen zu verstehen.“

 

Drew Winter: Können Sie beschreiben, was Sie sich im Jahr 2030 vom Unternehmen wünschen?

 

Jaymi Wilson: „Zum einen werden wir unsere Lösungen weiter vorantreiben, um die Elektrifizierung von Fahrzeugen zu unterstützen. Dabei stellen wir sicher, dass sie so schnell voranschreitet, wie der Markt es erfordert. Zum anderen nimmt die Konzentration auf AVs schnell zu. Fahrzeuge werden im Jahr 2030 ganz anders aussehen, sich stärker auf Benutzerfreundlichkeit konzentrieren und darauf, wie die Menschen die Zeit in ihrem Auto verbringen. Wir prüfen, wie sich die neuen Bedürfnisse von Fahrern und Mitfahrern in der Zukunft bestmöglich erfüllen lassen. Denn wir möchten sicherstellen, dass sie einen vollständig personalisierten Komfort genießen.“